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dämmerte, in den Häusern wurden da und dort Lichter-entzündet. Ach! Da wohnen überall Menschen, diedaheim sind und wissen wen sie haben. Martha fuhrvor Schreck zusammen, denn es sprang etwas an ihrherauf, und sie erkannte bald den vor Freude bellendenPaßauf.
„Ach du bist's," sagte sie, den Hund streichelnd,„gelt armes Thierle, es geht dir auch wie mir, duweißt auch nunmehr wo du hin gehörst. Bleib nurbei mir, komm' mit, wir gehen zum Meister."
Eben als Martha an der Post vorüberging, kamder Eilwagen unter Hellem Posthorntönen angefahren.Was hat nur der Hund, daß er eine aussteigendeverhüllte Gestalt anspringt und dann mit Freuden-bellen zwischen der Gestalt und Martha hin und widerrennt? Wäre dort vielleicht der todtgeglaubte Medard,der von seiner Flucht zurückkehrt? Martha fühlte,wie ihr die Haare sich emporsträubten und wie ihrdie Kniee fast brechen wollten. Mit wankenden Schrittenging sie auf den Posthof zu, sie hörte den Schaffner sagen:„Ich will Ihnen gleich ein Fuhrwerk nach Buchenbergverschaffen," sie näherte sich der verhüllten Gestalt.„Mutter!" rief es ihr entgegen. „Du bist's, Fränz?"Und mit wehklagendem und doch freudigem Schmer-zensausruf lagen sich Mutter und Tochter in den Armen.Jetzt erst konnte Martha weinen. Fränz erholte sick-rasch wieder und wenn auch schmerzvollen Klanges,sagte sie doch mit fester Stimme:
„Mutter! Gottlob, Gottlob und Dank, daß ichench Hab'. Mutter, ich mögt euch Abbitte thun fürAuerbach, Torfgcschichtcn, 3, Banb, 11