Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
147
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hat die Kloben aus der Spritze da 'rausgenommen.Wir können nichts machen."

Wo ist der Medard?" fragte Diethelm.

Das weiß kein Mensch, er hat sich heut vorNiemand sehen lassen, der hat gewiß angezündet undist vielleicht im Haus verbrannt; die wo zuerst kom-men sind, sagen, sie hätten ihn schreien gehört."

Rettet! Rettet!" schrie Diethelm und eilte nachdem Hause, aber von dorther kam eine Nachegestaltmit weißen Locken und zerfetzten Kleidern und warfsich auf Diethelm und wollte ihn erdrosseln.

Mordbrenner! Mordbrenner!" kreischte der alteSchäfcrle mit schäumendem Munde,wo hast du meinKind? Wo? Gieb mir mein Kind. Mordbrenner!Mein Kind! Mein gutes, braves Kind!"

Mit Gewalt wurde der rasende alte Mann vonDiethelm losgerisscn, er hatte mehr als jugendlicheManneskraft und hielt Diethelm wie mit eisernenBanden umklammert, und Diethelm ächzte laut auf,denn der Schäferle hatte ihn gerade an der Armwundegefaßt, und als fräßen sich tausend schneidende Spitzendurch Mark und Knochen ein, so schmerzte bei der Be-rührung der Vaterhand der vom Sohne eingcpreßteBiß. Das Blut rannte Diethelm von der Hand herab,als er losgemacht war, er taumelte halb besinnungslosumher, aber der Vetter stand ihm getreulich bei. Jetzthörte man deutlich, woher das Wehklagen kam; dieSchafe im Stalle, dessen Eingangswand bereits inFlammen stand, blökten so schmerzvoll klagend, daß esdas Herz im Leibe erschütterte, es war nicht anzu-

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