Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
144
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Ersatz schickte, erschrak Diethelm, aber er hatte gelerntzu schweigen. Er mußte vor dem Vetter Alles ver-bergen, er hatte ihn ja mitgenommen, um ihn zumZeugen seiner Unschuld zu gebrauchen.

Man fuhr wieder heimwärts und Diethelm mußtedavon sprechen, daß er seine Frau in dem Schmerzum den Tod ihres Kindes nicht allein lassen wolle.

Warum hast mir denn nicht früher gesagt," fragteer,daß es so mit der Kohlenhofbäuerin steht?"

Ich Hab' gemeint, ihr wisset's und wollet nichtdavon reden; ich Hab euch ja oft darauf angcspielt, daßihr wieder doppelt reich werdet."

Ja wohl, ja wohl, fahr nur schärfer, noch schär-fer, und wenn die Gäul morgen auch hin sind," drängteDiethelm.

In dem Bannkreis des Verbrechens, in den er ein-geschlossen war, hatte er nichts gemerkt von dem, wasvielleicht alle Leute wußten und einander sagten, mitihm sprach Niemand davon und mitten in der Qual,die ihm die Brust zusammen preßte, dachte er immerwieder, wie schlecht die Menschen sind, sie gönntenihm sein unverhofftes Glück nicht und redeten darumkein bestimmtes Wort davon.

Der Wind hatte sich gelegt, die Schneewolken entludensich und Diethelm sah nach den halbverschneiten Bäumenam Wege und streckte den Arm aus nach Jedem, andem man vorüber war, als schiebe er ihn damit zurück,war man ja der Heimath immer wieder um eineStrecke näher, aber es dauerte doch lang und ein tieferFrost schlich Diethelm durch Mark und Bein; er glaubte,