Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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Verkauf der Wolle mache und erholte sich immer mehran dem Zutrauen, das seine Vorkehrungen einflößten.

Das mein' ich ja gar nicht, ihr machet ja diegroße Erbschaft," entgegncte der Vetter.

Red nicht so. Von wem soll ich erben? Von denUnsrigen in Letzweiler?"

Stellet euch nur nicht so. Ihr wisset's wohl undich weiß nicht, warum ihr so thut als ob ihr's nichtwüßtet, eure Stieftochter auf dem Kohlenhof, die kommtnicht mehr auf, sie sagen ja, sie sei schon todt; Kinderhat sie nicht und da fällt wieder Alles an die Mutterzurück."

Gläsernen Blickes, mit offenem Munde und aus-gespreizten Händen hörte Diethelm diese Worte.

Dann ist ja Alles umsonst!" schrie er laut aufund faßte den Vetter an der Brust und schüttelte ihn,als wollte er ihn erdrosseln. Der Vetter wehrte abund sagte:

Was habt ihr denn? Ihr thut ja wie vonSinnen."

Ich bin's, komm, komm da fort," stöhnte Diet-helm,nein, ich bin nicht närrisch, aber komm, ein-spannen, schnell, heim, in mein Haus, mein Haus ..."Er richtete sich auf, sank aber wieder zurück auf denStuhl und schlägelte mit den Händen, als hätte ihnder Schlag gerührt. Der Vetter schüttete ihm schnellWein hinab und Diethelm erholte sich bald wieder,dann bat er mit weinender Stimme, daß sie schnellwieder heimkehren sollten, er müsse zu seiner Frau.Der Vetter war gerührt, daß Diethelm der Tod seiner