vom Schäferle weg war, und als Diethelm den Vetterzwang, anzuhalten und sich umwendete, war der Schäferleverschwunren. Diethelm ließ ihm nun durch ein Kindam Wege sagen, daß er den Medard über Feld ge-schickt habe; er hatte nicht mehr Zeit, dies bereuendund eingedenk seiner widersprechenden Aussage beimBahnschlitten, zu widerrufen," denn der Vetter fuhrheute im tollen Trabe. Dieser Widerspruch ist auchgewiß ganz bedeutungslos, sagte sich Diethelm undnahm sich nur vor, fortan recht genau auf Alles zuachten, was er sage. Noch einmal wendete sich Diet-hclm nach seinem Hause um, es tanzte ihm vor denAugen, als käme das Haus den Berg herab. Ernahm dem Vetter die Peitsche ab und hieb selber aufdie Pferde ein, daß sie in gestrecktem Gallopp davon-rannten.
Man begegnete vor Unterthailfingen dem Bahn-schlitten und der darauf stehende Trupp, der sich imNachbardorfe erlustigt hatte, brachte Diethelm in wil-dem Schreien ein Hoch aus. Dem Trompeter schienheute sein Mundstück eingefroren, er redete kein Wort;die Kälte war aber auch zu schneidend, wie scharfeMesser fuhr sie in's Gesicht und schlupfte unter dickenSchafpelzen durch, auf alles Eisenwerk am Schlittenund Geschirr setzte sich immer ein haarigkrauser Schnee-reif. Die Sonne war heute gar nicht erschienen.Schneewolkcn jagten sich am Himmel, aber es war zukalt, als daß sie niederfielen. An der kalten Herbergeöffnete endlich der Vetter seinen Mund und sprachvon Einkehr, auch die Pferde schienen mit dem Vetter