Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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es sollte nicht mehr sein. Dennoch ging er den Wegdahin, aber an der Anhöhe hielt er an und konnte sichnicht dazu bringen hinauf zu steigen. Es kam ihmder Gedanke, Medard zu befreien, und wie von einemBanne erlöst, rannte er mehrere Schritte hilian; aberplötzlich hielt er wieder inne: wenn er nun Medardbefreite, muß dieser ihn nicht auf den Tod hassen undin's Elend bringen?... Diethelm kehrte rasch wiederum. Aber noch einmal und noch einmal stieg er fastdieselbe Höhe des Berges hinan, und wieder stand erstill und fuhr sich mit todtenkalter Hand über die heißeStirne, denn er dachte: Medard ist schon erstickt, ermuß schon erstickt sein. Was willst du dir noch dengrausenvollen Anblick machen, der dich nie verlassenwird, so lang dir ein Aug' offen steht? ... Der Windim Rücken half Diethelm rasch den Berg hinabspringen,und er kam eben in's Dorf, als der Eilwagen glück-lich durchfuhr. Nun war die Bahn offen, und es galt,keine Zeit mehr zu versäumen. Mit erheitertem Ant-litze kam Diethelm in's Waldhorn zurück, aber ermußte doch noch dem Vetter nachgeben, daß mandaheim Mittag machte, und Diethelm trank zweiFlaschen von seinem Leibwcin und war überaus wohl-gemuth, als man über alle Hindernisse hinweg endlichdavonfuhr. Der alte Schäferle mit seiner dampfendenPfeife stand am Wege, nickte Diethelm und seinemTrompeter zu und winkte mit der Hand, zeigend, daßer nach Diethelms Haus zu seinem Medard gehenwolle. Diethelm wollte dies abwehren, aber die Pferdewaren so rasch im Zuge, daß man unversehens weit