verbundene Ungemach fast vergessen schien, der Wirr-warr hatte seinen eigenen Reiz und die Erwachsenensind auch oft wie die Kinder, denen nichts lieber ist,als eine tummclfrcie Umkehr der gewohnten Ordnung.
Das meiste Leben war bei dem Bahnschlitten.Dieses noch aus dem Urzustände herstammende Werk-zeug aus starken in einen spitzen Winkel gefugtenBorden bestehend, einem in der Mitte zertheilten Schiffegleichend, dessen Kiel mit Eisen beschlagen, wurde mitsechs Pferden bespannt, und mindestens dreißig Mannstellten sich als Beschwerungslast auf denselben, johltenund schrieen.
Diethelm sah all' dem Treiben mit unnennbarerSeelenangst zu. Das Herz im Leibe drückte ihn wieein Stein, bald schlug es ihm wie Flammen zum Ge-sicht heraus, bald überrieselte es ihn eiskalt; den Schmerzam Arme spürte er kaum mehr. Am Bahnschlittenhörte er mehrmals den Namen Medards nennen, dersonst immer bei dieser Ausfuhr gewesen war und sichheute nicht sehen ließ. Diethelm sagte, der Medardmüsse daheim bleiben, da er verreise. Endlich fuhrdas schwere Gefährt das Dorf hinaus, und es trateine Weile Stille ein. Diethelm kehrte in das Wald-horn zurück. Der Vetter war froh, daß sich die Reisenoch verzögerte, während Diethelm vor Verzweiflungfast vergehen wollte. Er stellte die Rappen im Wald-horn ein und wollte bis zur Abreise nur die Rückkunftdes Bahuschlittenö abwartcn, einstweilen ging er wie-der nach Hause. Es schauderte ihn innerlich, da erdieses Wort aussprach, er hatte ja kein Haus mehr,