Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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Komm Schmied," hieß es nun,es ist Befehlvom Amt da, daß wir mit dem Bahnschlitten 'nausmüssen, der Postwagen kann nicht durch. Sollen wirgleich die Rappen da einspauncn?"

Diethclm wehrte ab und cs gelang ihm, seine halbgegrifften Pferde zu behalten. Der Trupp eilte nachdem Spritzenhäuschcn, wo der Bahnschlittcn stand.

Im ganzen Dorfe war jetzt eine wunderliche Auf-regung. Die Nachricht, daß man von aller Welt ab-geschuittcn sei, durchdrang alle Häuser und die Menschen,die sonst nie daran dachten, daß anderswo auch nochLeute wohnen, thaten auf Einmal, als ob sie allstünd-liche Verbindung nach außen hätten und gar nichtleben könnten, ohne deren Erfüllung. Ueberall in denverschneiten Gaffen sah man mit dein Winde käm-pfende Menschen hin- und hcrrcnncn, Weiber grillten,wie sie unversehens in eine tiefe Schneewehe traten,Kinder jauchzten, Männer schrieen; man lief nach denNachbarhäusern zu Vettern und Verwandten, als müßteman sich vergewissern, daß der Weg dahin noch offensei und Vorsorgliche eilten zu dein Krämer, um sichSalz zu hole», denn es hatte sich das Gerücht ver-breitet, daß der Salzvorrath bald erschöpft sei, undman lange keines von außen bekäme. Vor allenHäusern wurde geschaufelt und Eis gehackt und mancherScherz dabei verübt und die Kinder thaten überallmit, denn in der allgemeinen Aufregung war ein glück-licher schulfreier Tag. In das verschlossene lautloseWinterleben des Dorfes war plötzlich ein buntes lär-mendes Straßentreiben gekommen, in dem das damit