Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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Glaubst du auch an die. Prophczeihung?"

Nein, aber möglich könnt' es doch sein."

Das Zaudern und Trödeln des Waldhornwirthsmachte Diethclm alle Eingeweide kochen, er hielt csin der Stube nicht mehr aus, sagte, er wolle nach derSchmiede gehen und bis er zurück käme, müsse derVetter reisefertig sein. Diethclm war entschlossen,wenn das Zögern noch länger dauerte, lieber alleinabzureiscn, ohnehin war ja der Zweck erreicht, daß dasganze Dorf seine Abreise wußte. Als er aber vor dieThüre kam, wo ihm ein Wind so stark entgegen wehte,daß es ihm den Athem benahm und er sich umwcndenmußte, spürte er plötzlich einen heftigen Schmerz imOberarm von dem Bisse Medards, den er fast ganzvergessen hatte. Mit Mühe arbeitete er sich sturmcnt-gcgen nach der Schmiede, und als er dort ankam, riefer dem Schmied zu:

Nimm dich in Acht vor dem zuderhändigcn Rap-pen, der beißt. Weißt kein Mittel gegen einenPfcrdebiß?"

Laß einmal sehen," erwiderte der Schmied.

Es ist jetzt schon heil," beschwichtigte Diethclmin Furcht sich zu vcrrathen,aber für's Zukünftigekönntest du mir ein Mittel geben."

Da wendest du dich am Besten an den alten Schä-ferle, der Hilst dir, daß es in einer Stunde vorbei ist."

Diethclm versprach dicß vorkommenden Falles zuthun. Während er am Feuer stehend den Schmerzverbiß, kam ein Trupp Männer und Burschen wildlärmend nach der Schmiede, so daß Diethclm erbebte.