seile die Rappen herumriß, so daß sie sich nur mühsamauf den Beinen hielten, während der Schlitten in denGraben abrutschte. Diethelm sprang heraus und esgelang ihm bald, das Fuhrwerk wieder flott zu machen;er stieg aber nicht mehr ein, sondern ging heftig trap-pend neben den Pferden her bis zur Schmiede imDorfe, wo er die Pferde frisch griffen ließ, währender nach dem Waldhorn ging. Der Waldhornwirthwar noch nicht zuweg, und als er kam, war er über-aus übellaunisch über die heutige Ausfahrt.
„Wir sollten heut' lieber daheim bleiben," sagte er,„alle Wege sind verschneit, der Wind treibt allenSchnee auf den Straßen zusammen und es ist heuteso sträflich kalt, daß der Hungerbrunnen zugefrorenist; das erinnern sich die ältesten Leute nicht."
Diethelm sah den Vetter starr an, preßte die Lip-pen und sagte endlich:
„Wir müssen fort, da ist nichts mehr zu reden."
Der Waldhornwirth holte sich eine große SchaleKaffee aus der Ofenröhre, und während er auf dasErkalten wartete, dem Diethelm mit schnaubender Un-geduld zusah, sagte er:
„Wenn heute das Unglück wollte, daß ein Feuerauskäme, man hätt' keinen Tropfen Wasser zumLöschen, das ganze Dorf wär' verloren."
Diethelm kam es vor, daß der Vetter ihn bei diesenWorten so seltsam anstierte und er verfiel Plötzlich inein grinsendes Lächeln, er überlegte rasch, ob er aufdas Gehörte antworten sollte, aber ein Schweigenkonnte Mißtrauen erregen; darum sagte er aufstehcnd: