Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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Alles schwieg. Nur cm fremder Mann, der aufder Ofenbank saß, sagte halblaut vor sich hin:

Abbrennen ist nicht immer ein Unglück, im Gegen-teil"

Wer ist der Lump?" fragte Diethelm seinenVetter und dieser erwiderte:

Ein fremder Spindclnhändler. Ich hält' gute Lustund thät den Kerl die Stiege 'nabwerfen."

Thu's nicht," beschwichtigte Diethelm,das gicbtein unnöthiges Geschrei in der Welt." Er beredetenun seinen Vetter, am morgenden Tage mit ihm nachder Hauptstadt zu reisen, wohin er mit Proben seinerWollvorräthe gehen, und dann seine Franz abholcnwolle, die ihm geschrieben habe, daß sic nicht mehrin der Stadt bleibe. Gerade der Waldhornwirth warihm stets der liebste Genosse, er war halb Kamerad,halb abhängiger Untergebener, und draußen, wo mandieses letzte Vcrhältniß nicht kannte, war Diethelmimmer besonders hoch angesehen, wenn der stattlicheWaldhornwirth ihn überall mit unterwürfiger Ehrer-bietung behandelte und hinter seinem Rücken sein Lobverkündete. Der Waldhornwirth war schlau genug,diese unausgesprochene Vasallcnschast zu erkennen; erthat oft, als ob er sich davon losniachcn wolle, umden Vetter zu allerlei Nachgiebigkeiten und Vorthcilenzu bewegen. Dieß gelang ihm auch heute, denn Diet-helm versprach eine Entschädigung für jegliche Ver-säumniß.

In neuer vcrzweiflungsvollcr Pein ging Diethelmwieder heimwärts. War es denn nicht, als ob plötz-