Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
119
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sagen, sie möge nur ruhig bei ihrer Tochter bleiben,da er ohnedieß morgen verreise.

Im Waldhorn war heute Diethelm besonders auf-geräumt, und als der Wirth sein Geschick lobte, dasihn immer mit unverhofftem und neuem Glück über-häufe, nickte Diethelm still. Er freute sich, daß manan den großen Gewinn glaubte, den er aus dem Ver-kauf seiner Vorräthe mache. Das ließ gewiß nie einenVerdacht aufkommen, geschehe was da wolle. Den-noch erzitterte Diethelm innerlich, als der VetterWaldhornwirth erzählte:Denk' nur, was heut' ge-schehen ist. Wie wir heute die Spritze abheben, istein Rudel Schulbuben drum 'rum, der Schmied jagtsie fort, aber die sind wieder da wie Bienen auf einemblühenden Nepsfeld. Und wie jetzt der Schmied einePeitsch nimmt und unter die Buben einhauen will, daruft der alt Schäferle: Laß' sein, bei so etwas darfman sich nicht versündigen und die Kinder können nichtsdafür, sie hören immer davon und sehen das ganzeJahr die Spritze nicht, und da sind sie gcwunderigfroh, wenn sie das einmal am Hellen Tag und in derRuhe sehen." Könnet euch denken Vetter, was auf dieRed für ein Geschnatter und Getrappel ist, und woman hinguckt, hängt so ein junger Malefizbub, undmit Müh' und Noth werden wir fertig, ohne so einemdie Finger abzutreten. Wie wir eben fortwvllen undder Schmied das Thor in der Hand hat, um zuzu-schlicßen, da hören wir wie die Spritze von selberzweimal pumpt, grad', als ob man's hüben und drübenheben thät. Da ruft der alt Schäferle:Höret