Als das Fuhrwerk mit Schellengeklingel davonrollte,hob Diethclm die Arme hoch empor und reckte sich wiezum Ausholen für eine schwere Arbeit.
Spät in der Nacht als Alles schlief, ging Diet-helm ohne Licht hinab in die Scheune, öffnete denKutschensitz, nahm die Kerzen sorgfältig heraus, thatdas Kienholz in einen Sack, den er sich über denRücken band, und stieg auf der Scheunenleiter hinaufnach dem Speicher. In der Mitte der gradaufstchendenLeiter, die er doch tausendmal auf- und abgestiegcnwar, übcrkam ihn plötzlich ein Schwindel, daß er nichtvor- und nicht rückwärts konnte; er hing wieder wieüber einem Abgrunde zwischen Leben und Tod und fastschrie er laut auf nach Hülfe, aber noch hatte er Be-sinnung genug zu überlegen, daß er sich damit in'sElend stürze und mit letzter Kraft in sich hinein fluchendstemmte er sich an und kletterte behende von Sprossezu Sprosse und stand endlich keuchend auf dein obernBoden. Er legte jetzt Alles nieder, wo er stand, jaselbst die Pulversäckchen that er aus der Tasche: Eröffnete einen Laden, um das Mondlicht hereindringenzu lassen und saß lange ausruhend auf einem Woll-ballen. Endlich vertheilte er das Kienholz in einzelneSchichten, die er zwischen die Ballen legte, dabei spracher fast laut vor sich hin: „Dorthin die eine, dort dieandere Kerze und die dritte zwischen die aufgehobenenBretter, daß kein Licht nach außen scheint. Ich mußsie kürzen, sie dürfen nur zwölf Stunden brennen." —Jetzt hatte er Kienholz zwischen zwei Ballen geworfen,aber es fiel so dumpf, er griff hinab und ein Schrei