des Entsetzens ertönte, Diethelm hatte einen haarigenKopf erfaßt, er zitterte, daß die Bretter unter ihmdröhnten, eine krallige Hand faßte nach seinem Munde:„Der Teufel! der Teufel!" schrie Diethelm und sanklautlos zu Boden.
„Meister, Meister, ich bin's," rief jetzt eine Stimme,und Diethelm setzte sich auf. War das nicht die Stimmedes Schäfers Medard? Wunderbar schnell war Diet-helm gefaßt.
„Was thust du da? du hast stehlen wollen, duZuchthäusler?" rief Diethelm.
„Und wenn auch, was darnach?" erwiderte Medardspöttisch, „die Brandkasse bezahlts doch."
Rasch schnellte Diethelm empor, und mit den Wor-ten: „Ich erwürge dich, du krummer Hallunk," warfer sich auf Medard, schleuderte ihn nieder und knieteihm auf die Brust.
„Ich will ja nichts sagen, lasset nur los," riefMedard mit halbersticktcr Stimme und Diethelm ge-wahrte plötzlich, daß er zum Mörder werden wolleund ließ ab. Wie anders war Plötzlich Alles gewor-den, er hatte einen Mitwisser seiner That und waralle Zeit in der Hand eines Fremden.
„Guck," sagte er, und ihn selber schauderte vordem, was er sagte, „ich bin einmal so weit, zurückkann ich nicht mehr, aber ich kann weiter gehen, ichmuß es, wenn du mir nicht eine Sicherheit gicbst, daßdu nie — nie was redest."
„Es giebt nur Eine Sicherheit, nur eine einzige,"erwiderte Medard, „und die ist fester als tausend Eide."