Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
95
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er über diese alberne Furcht und wollte sich nun ge-rade zwingen sie zu überwinden, und heiteren Blickesfuhr er in die Stadt ein. Am Stern wußte er nicht,sollte er besondere Achtsamkeit empfehlen da er etwas imKutschensitze habe, aber das konnte aufmerksam machen,er müßte Red und Antwort darüber geben, darum war'sbesser er schwieg ganz und so blieb's dabei. Als erauf dem Waisenamte war, fühlte er mitten in denVerhandlungen Plötzlich einen jähen heißen Schreck,er glaubte, er habe den Kutschensitz nicht recht ver-schlossen, es war ihm fast sicher, daß er offen war; wennnun Jemand darüber kam und den wunderlichen Schatzfand, was konnte das für Gerede geben, welche Ahnungenmußten in den Menschen aufsteigen. Ohne nachzu-sehen unterschrieb Diethelm Alles was man ihm vor-legte und eilte nach dem Wirthshaus; seine Vermuthunghatte ihn betrogen, der Kutschensitz war wohl ver-schlossen, aber er wagte es nicht ihn jetzt zu öffnenund nach dem verrätherischen Inhalte zu schauen.

Als Diethelm hierauf an dem Kaufladen Gablersvorüberkam, rief ihm dieser zu und übergab ihm miteinigen halb höflichen Worten die Rechnung für dieeigenen Einkäufe und für die des Zeugwebers Kübler.Diethelm versprach zu Neujahr zu bezahlen und Gablersagte, er verlasse sich darauf. Ueberhaupt schien esDiethelm, als ob alle Menschen ein verändertes Be-nehmen gegen ihn hätten, selbst der Stcrnwirth warwortkarg und ging seinem Geschäfte nach, während ersonst unzertrennlich bei Diethelm saß und mit ihn: überAllerlei in Gegenwart und Zukunft plauderte. Was