„Warum fragst?" erwiderte Dicthelm erschreckt.
„Ich weiß nicht warum, ich mein nur so."
„Es ist nichts darin," schloß Dicthelm fest.
Spät in der Nacht, als Alles im Hause schlief,schlich Dicthelm noch einmal hinab, lauschte, ob Medardin seiner Stallkammer schlief, ging dann nach derScheune, öffnete den Kutschensitz, nahm das Kienholzheraus, trug cs die Leiter hinauf nach dem Heu-boden und versteckte es unter einem Dachstuhlbalken;aber kaum war er wieder die Hälfte der Leiter herab,als ihm gerade dieses Versteck besonders gefährlich er-schien, er kehrte wieder um und fand am Ende nichtsbesseres, als das Kienholz wieder in den Kutschensitzzu verschließen, er faßte dabei den Vorsatz, bei dernächsten Ausfahrt dieses willfährige Brennmaterialwieder auf die Straße zu schleudern. Er schaudertevor sich selber, indem er dachte, was ihm durch denSinn gegangen war und die Hand auf das Kienholzgelegt, schwur er vor sich in stiller verborgener Nacht,jede Versuchung von sich abzuthun, und wie aus einemwüsten Traume erwacht, froh, daß es nur ein Traumwar, schlief er ruhig und fest.
Am andern Tage, es lag ein leichter Schnee auf demFelde, fuhr Dicthelm in Angelegenheiten seines Waisen-pflegeramtes wieder nach der Stadt. Er wollte unter-wegs das Kienholz wieder wegwerfen, und zweimalhielt er an und öffnete den Kutschensitz, als jedesmalLeute daher kamen, so daß er in seinem seltsamenThun gestört wurde und wieder davon fuhr. Es warihm, als ob er auf lauter Feuer sitze, aber bald lachte