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kam Diethelm nicht zur Laternenvisitation und nochspät in der Nacht trug Medard seine geringe Habe zuseinem Vater in das Dorf und übergab chm noch einPäcklein Tabak und einen Theil des Trinkgeldes, daser auf dem Kirchheimer Weltmarkt erhalten hatte.Der alte Schäferle, ein schweigsames, dürres Männ-chen nickte froh, er bedurfte zu seinem Lebensunterhaltefast nichts als ein paar Kreuzer zu Tabak und einTrinkgeld ließ er nicht gern altbacken werden. VomWaldhorn herab tönte durch das stille Dorf Lachenund lautes Hin- und Herreden. Als der alte Schä-serle in die Wirthöstube trat, wurde er mit großemHalloh empfangen, und Diethelm ließ ihm sogleich einenSchoppen einschenken, denn Alles um ihn her solltelustig sein, wie er's selber war. Er hatte heute wie-der seinen Hauptspaß, er gab dem Lehrer und vielenanderen schwere Rechnungsercmpel aus, Räthselrech-nungen, die Niemand herausbrachte, und wenn Allesringsum ihn lobte und ihm huldigte, rühmte er denalten Kopfrechner in Letzweiler, von dem er das ge-lernt, und die Bewunderung und die SchmeichelredenAller gingen Diethelm mit dem Weine leicht ein. Alsman spät in der Nacht nicht eben sicher auf den Bei-nen aufstand, machte ein Witzwort des alten Schäferlenoch auf der Straße viel Gelächter, denn er hatte ge-sagt: „Diethelm dir schadet ein Brand (Rausch) nichts,du bist ja in der Brandversicherung."
Diethelm lachte laut und wurde auf Einmal nüch-tern, und auf dem ganzen Heimwege verließ ihn dasWort nicht.