Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
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Diethelm verneinende Antwort, als- er zuletzt einengroßen Pack Papiere holte, mehrere davon vorzeigteund die prahlerische Frage stellte, ob man auch Staats-papicre und Unterpfandsscheine nach dem vollen Wertheversichere. Für so reich hatte den Diethelm doch Nie-mand gehalten.

Scherzhaft fragte er noch zuletzt:Wie hochhabt ihr die Wanduhr dort angeschlagen? die kostetmich keinen Heller mehr und keinen weniger, als achttausend Gulden."

Er erzählte nun unter Lachen wie ihn sein Schwagerbetrogen, und da er die Summe fast um das Dreifachezu hoch angegeben, vermied er es, dem Blicke seinerFrau zu begegnen, der, wie er zu spüren glaubte, zu-rechtweisend auf ihm ruhte.

In Ermangelung eines Fensterladens wurde endlichdas Täfelchen mit den zwei rothcn Händen auf dieHausthüre genagelt. Martha saß daneben auf der

steinernen Hausbank. Diethelm stand bei ihr. Als dererste Hammerschlag geführt wurde, sagte sie leise vorsich hin:

Mir ist's, wie wenn ich den Nagel in meinenSarg schlagen hörte." Diethelm blickte sie nur scharfan und ob dieser Rede erzürnt, blieb er nicht zu Hauseund ging mit den Männern hinab in das Waldhorn undblieb dort den ganzen Tag bis tief in die Nacht. Alsdie feinwolligen Schafe, die man nicht im Pferch über-nachten ließ, am Abend heimkamcn, schauten sie, denBlicken ihres Führers folgend, verwundert nach demhellfarbigen Täfelchen über der Hausthüre. Heute