78
manchen Menschen anthun, daß sie ihm zu Willenleben muffen, und wenn sie sich tausendmal darüberärgern, und dann hat der Nückel seine besondere Freudemit den Menschen zu spielen, sie gegen einander zuHetzen, und wenn die Händel anögcbrochcn sind, da-neben zu sichen, als ob man kein Wässertem trübenkönne. Das einzige Bestreben der Fränz war nur,recht bald aus dem Hause zu kommen und in rechtschöne reiche Verhältnisse hinein. Von den ländlichenBewerbern, die sic ehedem kaum angesehen hatte, zeigtesich auffallendcrweise seit einem Jahre keiner mehr undFränz, die vielgewanderte, sagte sich auch, daß sie keineLust hätte, auf einem einsamen Bauernhöfe ihr Leben zuverbringen, wo man froh ist, wenn eine Samcnhändlerinkommt und einem von der Welt berichtet. „Engel-wirthin! das ist das rechte, aber nur bald, nur fort ausdem Hause," sagte sich Fränz, während sie still spann.
So verließ auch jetzt Fränz wieder die Stube undohne sich deutlich zu machen, was sie wollte, ging sievor das Haus, um vielleicht noch Munde zu sehen,der fast über sie gestolpert war, als er den Kronthalcrempfing. Die Liebe des schönen jungen Burschen, dersie mit den Augen verschlingen wollte, that ihr wohl,sie zeigte doch, was sie noch vermöchte, und wie sie,wenn sie nur wollte, an jedem Finger einen nach sichziehen könnte. Am Stalle hörte sie drinnen sprechen,das war die Stimme Munde's, der in Verwünschun-gen seinem Bruder klagte, daß er nicht den Mnth ge-habt habe, dem Meister das Geldgeschenk vor die Füßezu werfen; er betrachte ihn noch immer als Meister