79
und wolle cs auch nicht mit ihm verderben wegen derFranz. Medard tröstete so gut er konnte und schaltüber die Meistcrsleute, die zu Grund gehen müßten,und eben zog er über Franz los und sagte, daß in ihrkeine getreue Ader sei, als Franz unter die Stallthüretrat und als hätte sie nichts gehört, dem Munde sagte,sie wolle ihm noch „bhüts Gott" sagen, weil er wohlmorgen früh abreisc. Nasch trat Munde heraus undhielt zitternd die Hand der Franz in seinen beidenHänden, er wollte eben sprechen als man vom Hauseher Schritte vernahm und halb widerwillig zog er dieFränz mit sich fort in den Grasgarten hinter denSchafstall. Richtig kam nochmals Diethelm und schärftedem Medard ein, ja niemals bei Licht Heu vom Bodenherabzuholen, cs läge jetzt ein ganzes Vermögen aufdem ersten Speicher. Medard mußte ihm noch dieLaternen zeigen, damit er wisse, daß keine beschädigt sei,und er befahl ihm, sie morgenden Tages mit Draht-gitter überziehen zu lassen, dann kehrte Diethelm wiederin's Haus zurück. Unterdessen war Munde in seligerLiebe bei Fränz, sie neckte ihn damit, daß sie wahr-scheinlich Engelwirthin in G. werde, aber Mundeschalt sie über diese Neckerei und glaubte nicht daran.Als sie ihm sagte, daß sie ganz gewiß nach der Haupt-stadt käme, um dort das Kochen und Nähen zu lernen,war Munde voll Jubels und gab Fränz genau an,wo sie ihm Nachricht geben könne und Fränz neckteihn nicht mehr mit der Engelwirthin. Als sie ihmendlich den letzten Kuß gab und verschwand, rief ihrnoch Munde nach „aber nur für heut."