Heerde und zündete ein Feuer an. Er reichte ihr dieHand und fragte:
„Warum hast denn bis jetzt kein Feuer angemacht?"
„Ich Hab' warten wollen, bis du's selber anzün-dest," erwiderte die Frau in schmollendem Tone. Diet-hclm stand erstarrt und biß auf die Lippen. Wasmeinte die Frau mit diesen Worten? Wie konnte sieahnen, daß heute schon zum zweitenmale ein solcherGedanke ihm wie ein brennender Funke in die Seelefiel? Die Frau aber schien diese Worte nur unbe-dacht als scharfe Widerrede gesprochen zu haben, dennohne weiter darauf einzugehen, schalt sie die Franz:
„Was läufst so 'rum wie ein Schlittengaul? Ziehdeine Sonntagskleider aus. Es ist ja Sünd' undSchad. Wirst doch nicht so daheim 'rumlaufen wollen?Bei rechtschaffenen Bauersleuten ist's immer so gewe-sen, wenn man heim kommt, zieht man seine Werk-tagskleider an und legt die guten ordentlich in denSchrank. Aus dem Weg! Darfst mir nichts anrühren.Fahr in der Welt herum oder zum Teufel, wohin dumagst."
Der Zorn gegen den Vater ging wie schon so oftan dem Kinde aus, denn einerseits hatte Martha nichtden vollen Muth gegen ihren Mann, andrerseits wußtesie, daß eine Kränkung der Fränz ihm doppelt wehethuc. Fränz wollte laut aufweinen, aber Diethelmbeschwichtigte sie und sagte:
„Die Mutter hat recht, ganz recht hat sie, aberheut ist eine Ausnahme, heut kommen noch viele Leut'und da darf man nicht so verhudelt 'rumlaufen."