Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
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Stadt nahm Diethelm die Peitsche auf und schlugfluchend und im heftigen Zorn auf die beiden Rap-pen, daß sie im wilden Trab dahin rannten. Es warein schöner Heller Augustmorgen, die Leute am Wegearbeiteten als wäre nicht gestern Markttag gewesenund mancher schwere Garbenwagen, der langsam desWeges daherkam, hatte kaum Zeit dem pfeilschnellenGefährte auszuweichen, und Mancher im Felde drohtemit dem Garbcnknebel, mancher Bauer fluchte mit ge-ballter Faust hinter Diethelm drein, denn er war beimraschen Ausweichen in einen aufgeschichteten Steinhau-fen am Wege oder gar in den Weggraben gefahrenund konnte nun lange nicht mehr vom Fleck, währendDiethelm rasch aus den Augen verschwand. An derersten Anhöhe begegnete Diethelm einem leeren Wagen,er hielt an, und erfuhr auf die Frage: woher? daßdieß der Knecht des Steinbauern war, der ihm Wollezugeführt hatte.

Hast ein Trinkgeld bekommen?" fragte Diethelm.

Müßt' nicht von wem. Die Frau hat sich garnicht sehen lassen, ein Schäfer und ein Soldat habendie Ballen abgenommen.

In einem Gemisch von Demuth und Stolz sagteDiethelm, in die Tasche greifend:Ich bin der Diet-helm, bin selber Knecht gewesen und weiß, was einTrinkgeld ist. Mein' Frau ist krank. Säh," und erwarf buchstäblich das Geld auf die Straße und fuhrdavon.

Diethelm schimpfte gegen Fränz über die Mutter,die ihn gewiß wiedermit ihrem Gruchzen in der