Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
62
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stelle man Jahresrechnung und Diethclm lächelte insich hinein; so klein auch diese Summe war, es zeigtesich doch wieder, wie die ganze Welt ihm ihr Besitzthumaufdrang und Vertrauen in ihn hatte. Warum sollteer das selbst nicht haben? Gabler rief Diethelm nochauf der Straße nach, daß er in den nächsten Tagenmit dem Brandschätzungs-Commissär nach Buchenbergkäme, um Alles aufzunehmen und zu versichern und er-hoffe, daß das Beispiel Diethelms ihm mehr Kundenim Oberlande verschaffen solle. Diethclm hatte daseingekaufte Manteltuch im Arm, jetzt ließ er esplötzlich fallen und als er sich darnach bückte, fiel ernach der ganzen Körpcrlänge auf den Boden. Fränzund der hcrzugeeilte Gabler hoben ihn rasch aufund Diethelm behauptete mit schmerzverbissenem Ant-litze, daß er über einen Pflasterstein gestraucheltsei. Der Abschied von den Wirthöleutcn im Sternhatte etwas erzwungen Heiteres, der Sternwirth sagtenoch bei der letzten Handreichung:es bleibt alsowie wir abgeredet." Diethelm nickte bejahend. Miteinem besondcrn Behagen legte er dann das Mantel-tuch in die Kutschentruhe, er konnte seiner Frau da-mit doch beweisen, wie er ihrer gedacht, und erst alser schon fuhrfertig oben saß, kam Fränz mit hoch-glühenden Wangen und verweinten Augen. Die beidenWegfahrenden sprachen kein Wort mit einander, undDiethelm schaute immer rechts und links nach denHäusern, sein Blick haftete besonders auf jenenTäfelchen, darauf im schwarzen Felde zwei rotheHände in einander verschlungen waren. Erst vor der