stock quer über den Rücken gelegt und die Arme alsHaken darüber geschlungen, Martha wußte nicht, wares die Weinlaune oder Ernst als er ihr berichtete, derDiethelm käme zehnmal so reich wieder heim. Als eswiederum stille im Dorfe wurde, in den Häusern dieLichter crflammtcn und ein Jedes im Kreise der Seinenerzählte, was ihm an dem heutigen wichtigen Tagebegegnet war, saß Martha noch immer im Dunkeln inihrer Stube; ihr war so bang, sic war wie festgezau-bert, daß sie nicht der Magd nach Licht rufen konnte,und als diese endlich von selbst damit kam, heiterte siesich wieder auf, es war ja nichts geschehen, worübersie zu bangen ein Recht hatte, und sie ließ sich gernevon der Magd berichten, welche neue Kleider u. dgl.in das Dorf gekommen waren. Als endlich Schlafens-zeit und noch immer kein Diethelm und keine ausdrück-liche Nachricht von ihm kommen wollte, schickte sie dieMagd zu Bette und setzte sich an ihren Spinnrocken,uin sich wach zu halten. Die Wanduhr schlug neun,die an Ketten hängenden Gewichte rasselten niederund pochten an den Uhrenkasten. Martha erhob sichund zog die Uhr auf, sie erinnerte sich, wie in der er-sten Zeit ihrer Ehe, als Diethelm noch „häuslich" war,er jeden Abend selbst zur bestimmten Stunde die Uhraufgezogen; sie betrachtete das Zifferblatt, da stand mitgroßer Schrift ihr Name und der Diethelms, so wiedie Jahreszahl ihrer Hochzeit in einem Blumenkränze;damals als die Uhr zum Erstenmal hier hing, wargroße Freude und wie viel schwere Stunden hat sieseitdem geschlagen und wie ist sie selbst ein Erinne-
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