Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
52
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trat Diethelm so brcit in den Saal, daß die beidenFlügelthüren nicht vergebens ausgemacht waren.

Diethelm fühlte sich bei all seinem Stolze doch baldnicht recht wohl bei dieser Lustbarkeit und so genehmes ihm auch war, mit Beamteten an Einem Tisch znsitzen, er machte sich doch bald zu dem alten Stcrn-wirth, der daheim in der unteren Stube geblieben warund hier ging ihm eine neue Hoffnung auf. DerSternwirth sagte offen, daß er und Diethelm keineUnterhändler brauchten und erklärte geradezu, daß seinWilhelm und die Fränz wohl für einander paßten, erverbreitete sich sehr über die wirthliche Tüchtigkeit einesklugen Bauernmädchens und wie wohl angelegt hiereine reiche Mitgift sei. Diethelm gab nur abgebrocheneAntworten und hielt dabei immer der Art inne, daßder Sternwirth etwas einschieben mußte. Immer wohl-gemutheter und zutraulicher wurden die beiden Genossen,denn der Sternwirth bewährte heute an sich seine altewirthliche Ermahnung:Der Wein hängt an einan-der." Mit diesem Worte brachte er immer wiedervolle Flaschen auf den Tisch.

Spät in der Nacht, als die Gäste sich bereits ent-fernt hatten, saß Diethelm und Fränz noch bei denWirthsleuten und es war ihnen allen so vertraut zuMuthe, daß man sich gar nicht trennen mochte unddoch sprach man nichts von der neuen Familieneini-gung, aber diese schien allen in der Seele zu leben.

Um dieselbe Zeit saß Ln Büchenberg noch die Fran .Diethelms harrend bei der einsamen Lampe. Es wareine Frau von großer hagerer Gestalt und feinem fast