Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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hatte nur abzuwehren, daß ihm nicht Kinder undGreise die Hände küßten. Seine hülfreiche Mild-thätigkeit war aber auch ohne Grenzen und manfabelte allerlei über seine unermeßlichen Reichthümer:er habe ein großes Loos in einer fremden Lotteriegewonnen, er habe einen Schatz gefunden und der-gleichen mehr, und Diethelm gefiel sich Ln demRuhm seines Reichthums und seiner Wohlthätigkeit.In den besten, manneskrästigen Jahren, als erSchultheiß geworden war, fiel es ihm auf einmalein, daß er genug gearbeitet habe, er verpachtete da-her seine Aecker und lief müßig und mit eingebildetenKrankheiten im Dorf umher, aber auch dicß Lebenverleidete ihm nach wenigen Jahren, zumal er mitden Pachtbeständern vielerlei Quengeleien hatte. Erwollte ändern, mochte aber nicht mehr zurück, verkauftenun trotz heftigsten Widerspruchs seiner Frau alle seineAecker, nur die Wiesen behielt er und lebte von Zinsen.Bald aber fing er einen kleinen Kornhandel an, dernicht ohne Gewinn war und nun ging er Tag undNacht auf sogenannte Spekulationen aus, die ihm auchmeist glückten. Dieses Verwenden der ganzen Lebens-arbeit seiner Dorfbewohner als blosen Werthgegen-standes hatte schon in sich etwas Herausforderndes,Feindseliges. Der ewige Kampf zwischen den Hervor-bringcnden und denen, die solches mühsame Händewerkmit Reden und Schreiben zu eigenem Vortheil ver-wenden, ist auf dem Lande naturgemäß ein Widerstreitgegen die Kornhändler, der sich je nach den Zeitläufenzu ausgesprochenem Hasse entwickelt. Das Vorhalten