Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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hoffärtig sein und ein Nickel ist und bleibt sie, aberfreilich da drüber darf man mit dir nicht reden. Wennich nur müßt' wie's mit dem Meister steht, sauber ist'snicht, das glaub' mir."

Und nun besprachen die Brüder das Leben desMeisters. Diethelm war ehedem ein wohlhäbiger, stillarbeitsamer Bauer gewesen, er war als Knecht nachBüchenberg gekommen und hatte die reiche Wittwe, dieSchwester des Schäuflerdavids gegen den Willen ihresBruders und ihrer ganzen Familie geheirathet. Stolzwar er von je, und selbst seine vorherrschende Tugend,die ihm einen großen Namen machte, schien davon nichtfrei. Damals, als Diethelm die reiche Wittwe hci-rathete, lebten seine Eltern noch, aber sie wie ihreanderen sechs Kinder, die theils dienten, theils selberFamilien gegründet hatten, lebten in äußerster Dürftig-keit. Das nahm nun schnell ein Ende, denn mit reicherHand setzte Diethelm alle seine Angehörigen in Wohl-habenheit und Alles was Diethelmisch hieß, stand plötzlichin Ehre und Ansehen. Hatte Diethelm im Allgemeineneine freigebige Hand, so war dieses noch besonders füreinen auffälligen Zweck. Er kleidete nämlich gerne dieArmen und es war seine besondere Lust, daß Allesstattlich daher käme, und wurde er auch oft von solchenmißbraucht, die fremder Gabe gar nicht bedurften, immerwieder fand ihn Jeder bereitwillig und hülfreich. Wennunser Meister nach Lctzweiler kam, stand Alles still,als erschiene ein höheres Wesen und die Lippen be-wegten sich wie zn Segenssprüchen, denn solch einenWohlthäter hatte man noch nie gesehen und Diethelm