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3 (1853)
Entstehung
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unbedingteste Vertrauen in ihn setzte, obgleich er esihm noch manchmal vorrückte, daß er ein Sträfling sei.Medard machte sich nicht im Entferntesten ein Gewissendaraus, das Vertrauen Diethelms zu mißbrauchen,denn das ist das Unergründliche in des MenschenBrust, daß oft Betrügerei neben Treuherzigkeit, Ver-stocktheit neben Zartsinn friedlich zu wohnen vermag.Als Munde confirmirt war, wurde er Schäfer, aberder ältere Bruder gab seine Hoffnung noch nicht auf,Munde mußte einst die Fränz heirathcu, und je mehrdas Mädchen heranwuchs, um so größer wurde auchseine Liebe zu dem jungen Schäfer, immer hüteteMedard seinen Bruder wie seinen Augapfel und dienteihm, als wäre er sein angeborener Herr. Erst alsMunde Soldat werden mußte und der Dietbelm ihnnicht loskaufte, faßte Medard einen tiefen Haß gegenseinen Meister; es genügte ihm nicht mehr au den ge-wohnten kleinen Veruntreuungen, er wünschte sich einegewaltige That, um Zorn und Rache loszulasscn; nurdie Meisterin that ihm leid dabei, und wenn sie nichtwäre, sagte er oft, hätte er den Meister schon imStall erwürgt.

Als Medard jetzt den Bericht seines Bruders hörte,sagte er nichts, sondern stieß nur den Rauch der Pfeifeimmer rascher heraus.

Ich wollt'," schloß der Soldat,der Diethelmwürde über Nacht ein armer Mann, nachher könnt' ichdie Fränz heirathen ungefragt."

Büble, du bist ein Narr," rief Medard,du mußtsie haben mitsammt ihrem Geld, und mag sie noch so