Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
36
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Schafe; Munde stand weiter unten, just in der Biegungdes Weges in einer Brombecrheckc und erlabte sichan der saftigen Frucht. Bom Walde oben vernahmman Hacken und Knacken der Holzhauer, und dasSchellengeläute war so summend, daß Medard fast inSchlaf versinken wollte, da hörte er über sich etwaspoltern, er schaute rückwärts hat sich ein Felsenaus seiner uralten Ruhe losgelöst? Da kommt esden Weg herab, ein in Schuß gcrathcncr lediger zwei-rädriger Karren, Medard ist ganz erstarrt, er schautauf und schaut hinab und ruft schnell: Munde, geh'bei Seite, Munde, um Gottes Willen lug' auf! Aberdas Kind hörte nicht, und der Wagen ist schon sonahe, kommt er bei Munde an, stürzt er die Haldehinab und zerschmettert das Kind, cs ist kein Steinam Wege, nichts, damit man eiuhalten kann. All' diesDenken, Schauen, Rufen, war das Werk eines Augen-blickes, schon ist das zermalmende Rad nahe, Medardkann sich retten, aber das Kind! Schnell strecktMedard halb träumend, halb wissend, was er thut,den rechten Fuß weit vor, es knackt, der Karren stehtstill... Die Leute, denen der Karren entronnen war,kamen mit Geschrei hinterdrein, sic fanden Medard mitzerknicktem Fuße leblos, sic warfen schnell das Holzab und luden Medard auf den Karren, führten ihnnach dem Dorfe, wo er Monate lang eingeschindeltlag, um so lustiger aber sprang Munde um ihnher, und das erquickte den Leidenden mehr, als all'die guten Tränkchen, die der alte Schäfer bereitete,und als die sorgsame Abwartung der Mcistersfrau,