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man ihm traue, fuhr der Soldat dagegen los, als ober selber beleidigt wäre, und es war noch mehr alsdas, denn da gilt ja gar nichts mehr, wenn man gegensolch' einen Mann nur so was denken darf, woraufder Andere lächelnd erwicderte:
„Büblc, Büble, du wirst dein Lebtag nicht gescheit,du glaubst den Leuten, was sie dir vormachen."
„Laß sehen, was du für Tubak hast," schloß erund nahm dem Soldaten die Pfeife aus dem Mundund rauchte sie weiter; der Soldat sagte kein Wortdazu.
Es war ein seltsames Brüderpaar, das da beieinander saß. Medard hätte dem Alter nach derVater Munde's sein können, aber ähnlich sahen sichdie Brüder nicht. Medard hatte ein langes dürresGesicht, das durch den zottigen Backenbart und dieaufgesträubten röthlichcn Augenbrauen Aehnlichkeit mitdem Schäferhunde hatte, während Munde kugelrundaussah und Angesicht und Hals von dunkelbraunerFarbe war, er hatte kohlschwarzes Haar und kleinein fetten Augenlidern versteckte braune Augen, ausdenen ein stilles sanftes Gemüth sprach. Medard sahaus, als könnte er nie lachen, und Munde sah nochjetzt in seiner Betrübniß aus, als könnte Schmerz undZorn keine Heimath in seinem Gesichtsausdrucke finden.
Medard war gerade um fünf und zwanzig Jahreälter als sein Bruder, und diese beiden und noch eineSchwester, die dem alten Vater in Buchenberg Haushielt, waren von neun Kindern am Leben geblieben.Als der kleine Munde so verspätet und plötzlich ge-