Viertes Kapitel.
Der Soldat ging nach dem Schafmarkt. VieleHürden waren bereits leer, die noch zurückgebliebenenSchäfer hatten ihre allzeit bei sich behaltenen Mäntelbereits lose zusammengerollt auf der Schulter hängen.Das Marktgcwühl brauste und toste in der Ferne,hier aber war Alles so still wie auf einsamer Hohe,an deren Fuß ein wildrauschender Bach über Felsenbraust; nur bisweilen horte man das klagende Blöckeneines Schafes, dem ein Metzger durch einen Schnittin's Ohr das Kennzeichen seines Eigenthums gab.Die also bezcichnetcn Schafe duckten die Köpfe undsahen traurig und dumpf nieder, als wüßten sie, daßdie Tage ihres Weidganges gezählt sind. Von einerHeerde führte ein Metzger eben einen Hammel weg,und das sonst so geduldige Thier war störrig undmußte mehr gezogen und geschoben werden als daßes ging, es kümmerte sich wenig um Bellen und Beißendes Hundes und blöckte nur kläglich. Der Soldatschaute dem Allem mit dumpfer Verwunderung zu, erwar selber Schäfer gewesen und doch war ihm Allesdas wieder neu und fast seltsam. Er sah die Hürde