Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
26
Einzelbild herunterladen
 

26

zu baar Geld machen, mit der Bedingung, daß nichthier unter den Augen der Marktaufseher, sondernmorgen auf dem eine Stunde entlegenen Dorfe odernoch besser in seiner eigenen Heimath abgelicfert werde.Bis dieses Geschäft abgemacht war, wollte sich Diet-helm verborgen halten und dazu gab cs kein besseresVersteck als der Tanzboden im Stern, wo eben dieMusik aufspielte, dort würde ihn gewiß Niemand suchenund dorthin sollte Reppenberger mit dem fremdenHändler kommen.

Es war, als ob doch etwas von dem WunscheDiethelms, mit seinen zwei Rappen in" den Stubenherum zu kutschiren, erfüllt wäre; denn kaum war erauf dem Tanzboden, wo sich eben in lärmender Pausedie erhitzten Paare verliefen, als Alles ehrerbietig vorihm answich und da und dort hörte er seinen Namenpispern. Einige ältere Leute, die ihm zutranken undstolz darauf schienen, daß er daö Glas annahm, fragteer nach dem Reppenberger, den er zu suchen vorgab;sogleich erboten sich mehrere Trinkgclds-Bcdürftigc denReppenberger aufzusuchen. Diethelm hatte abzuwehrenso gut er konnte, und glücklicherweise erlöste ihn einjunger, modisch gekleideter Mann, der mit vielen Bück-lingen auf ihn zukam, sich als ältesten Sohn des Stern-wirths vorstellte und Diethelm bat in die Herrcnstubezu kommen.

Die Welt duldete es gar nicht mehr, auch wenner es selbst gewollt hätte, daß er in niederem Bereicheverweilte. Diethelm betrachtete sich selbst, um zu er-kunden, was denn an ihm sei, daß ihm Jeder unge-