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Helm drang selber drauf, daß sie „wegen Leben undSterben" eine Handschrift von ihm nehmen mußten.Nun eilte er zu dem Advokat Rothmann und verlangtevon ihm ein Darleihen für den Steinbaucr; der Ad-vokat beglückwünschte Diethelm zu seinen guten Ein-käufen und schloß eine eiserne Geldkistc, indem er sagte:„Das sind Pfleggelder, ihr seid ja selber Waisenpflegerund wißt, daß ich solches Geld nicht ohne gerichtlicheBürgschaft verleihen darf." Diethelm ging um dieKiste herum wie die Katze um einen Wursthäkler undsah mit Schmerzen das Alles verschließen, ohne Miauzu machen; er blieb noch eine Weile harmlos plauderndbei dem Advokaten und that als ob er nie ein Anliegengehabt hatte, mit dem er abgcwiesen war. Er ver-sicherte Rothmann, daß er weit davon entfernt sei, ihnaus der Abgeordnctenstelle verdrängen zu wollen; derAdvokat entgegncte, daß er Diethelm Glück wünsche,wenn er als Candidat der sich so nennenden Conser-vativ-Liberalen durchdringe, die Herren möchten danneinmal ihre sogenannte Möglichkeitspolitik versuchen, umzu erfahren, daß das Schlechte leichter möglich sei alsdas einfach Rechte.
Diethelm zeigte sich eifrig in Darlegung seiner Ge-sinnungen und doch dachte er jetzt an nichts wenigerals an dieß.
Offen und versteckt laufen überall und allzeit dieverschiedensten Interessen durcheinander.
Als Diethelm das Haus verließ, traf er glücklichden Reppcnbcrgcr vor demselben; durch diesen ließ ernun ein gut Theil des Eingckausten unter der Hand