Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
24
Einzelbild herunterladen
 

24

Schnell in Zorn überspringend, schalt ihn Dicthelmeinen Betrüger, da er einen geringeren Kaufpreis an-gebcn habe, um die Anderen zu hintergehen. DerSteinbauer läugnete dieß und behauptete, er habe zurAngabe Dicthelms nur geschwiegen, er könne aber setztauch reden und vielleicht mehr als lieb sei.

Was meinst? was?" fragte Dicthelm hastig.

Ich mein' gar nichts, ich will mein Geld und dableibt ein Jeder wer er ist."

Hältst mich für ein Schuldenbaucrle?" fragte Diet-helm halbzornig.

Nein, b'hüt Gott, ich könnt' mit dir tauschen, wcnn'sdrauf ankäm', aber weißt, zahlen mit baar Geld, daszwingt die Welt. Du brauchst sa nur pfeifen, dahast's, und wenn ich mein Sach wieder an mich zieh,und das thu' ich, wenn du mich nicht baar bezahlst,ich ließ es aber nicht dabei, ich müßt' vor's Amt da-mit, so hart es mich ankommt."

Dicthelm fühlte, was es heißt, sich in schwankenderoder gar in verzweifelter Lage zu befinden, da mußman sich so zu sagen übcr's Ohr hauen lassen undthun als ob nichts geschehen wäre, nur um Aufsehenund genauere Nachforschung zu vermeiden.

In einer Stunde hast all dein Geld," rief Dict-helm den ungerecht Bedrängenden überbietend.

So recht," sagte der Steinbaucrwie viel Uhrist setzt? Drei? Um viere bin ich wieder da. B'hütdich Gott und zür»' nicht."

Die klebrigen, die den zähen Steinbauer so zufriedendavon gehen sahen, waren schnell befriedigt, und Diet-