Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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der wünschte wohl nicht, wie er, mit Wagen und Pferdin den Stuben umherzufahren, wie weit zurück lag ihmjetzt die Zeit, wo auch er so stolz sein konnte, statt daßer jetzt, um sich nicht zu verrathen, stolz thun mußte.

Hast kein Fuhrwerk bei dir?" fragte Diethelm,worauf der Stcinbauer erwiderte:

Nein, ich bin noch gut zuweg, mit dem Fahrenhat's Zeit bis ich alt bin."

Im Kaufhause sah Diethelm, daß die verpflichtetenWollsetzer seine Schcpper (Vließe) gut aufgesetzt hatten,sie standen an guter Stelle, nicht zu hell und nicht zudunkel, seine spanische und seine Bastardwolle durstesich sehen lassen. Sein nächster Nachbar war derSteinbauer, der sich darüber beklagte, daß er einenschlechten Platz habe, gerade neben der Feuerspritzeund dem großen Wasserfasse, die unter der Treppestanden. Diethelm stand mit übereinandergeschlagencnArmen ruhig neben seiner Lammwolle, als hastigenSchrittes der Reppenberger kam. Alles Blut schoßDiethelm zu Kopfe, indem er gedachte, daß er vielleichteinst auch als Unterhändler hier sich tummeln, sich ab-weisen und anfahren lassen müsse, während Alles jetztseine Nähe suchte und um seine Freundschaft buhlte.Diethelm war entschlossen, mindestens vom Steinbauernnoch die Wolle einzukaufen. Zwar hatte er die Bürg-schaft des Schwagers zu leichtfertig versprochen, aberder Stcinbauer muß ihm vor der Hand glauben, unddann will er noch heute all das Mitgcbrachte unddas Erkaufte in der Stille versilbern, es sind danndrei Monate Zeit gewonnen, es gilt Luck auf und