nicht warum nicht." Nun lachte Diethelm über dasausgesprengtc Gerücht, daß er Landstand werden wolle,er denke nicht daran, bei diesen schlechten Zeiten' könneman ein großes Anwesen nicht verlassen, da müsseman jede Stunde und jeden Kreuzer sparen, wenn mander rechte Mann bleiben wolle, es mögen andere Leuteden Staat regieren, das gehe ihn nichts an.
Der Steinbaucr wickelte gelassen das übrig geblie-bene Fleisch in ein Papier und steckte cs zu sich, erhob und senkte nun mehrmals seine geschlossenen Lip-pen, sei es zum Nachkoflen des Genossenen oder demGehörten bcistimmend.
Diethelm setzte nun noch weiter auseinander, daßer sich nichts um die öffentlichen Angelegenheiten küm-mern möge, und das gilt jetzt wieder unter vielenMenschen besonders aber bei den Bauern als großerRuhm. Als er aber darauf hinwics, daß er in seinemHauswesen vielerlei zu sorgen habe, sagte der Schult-heiß von Rettinghausen: „Die Kläger haben kein'
Noth und die Prahler kein Brod."
Der Steinbaucr erhielt sich noch immer in seinerunerschütterlichen Theilnahmlosigkeit, methodisch undlangsam stopfte er seine Pfeift, schlug Feuer, öffneteden Deckel und verschloß den Zündschwamm und wolltenun aufstehcn. Diethelm aber hielt ihn noch fest undfragte zuerst, ob er nicht seinen Hof verkaufen wolle,sein Schwager, der Schäuflerdavid suche einen so her-rcnmäßig gelegenen für einen Ausländer. Der Stein-baucr sagte, daß er zwar nicht verkaufen wolle, aberwenn er ein rechtes Anbot bekäme, ließe sich davon