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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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474 H- Antiquarische Aufsätze.

aber in der Erde keine Ruhe zu haben; so wan-derten hier heilige Knochen in der Welt umher unhwurden sehr kostbar.

Endlich konnte auch das Kreutz des Erhöhetcnselbst unschuldiger Weise Anlaß geben, Bilder derSkelette ins Heiligthum cinzuführcn. Aus der Scha-delstatte stand es und dieß hieß nach der gemeinenDeutung auf einen mit Schädeln überdeckten Drt.Den Tod hatte dies Kreuz besieget und so kamenauch in der Abbildung ein Todtcnhaupt und einigeGebeine an den Fuß des Kreuzes; ja an das Grabdes Aufcrstandnen wohl gar ein knirschendes Todten-gerippe, Endlich hauste man Tropen mit Tropen;der Uebcrwinder habe mit dem Tode gerungen, ihnbezwungen, ihn verschlungen und wenn von diesenMißvcrstanknen Ausdrücken die Kunst ausging, wo-hin mußte sie kommen! wie elend mußte sie werden!

Zwölfter Brief,

Sie denken leicht, m. Fr. daß alle diese Miß-brauche nicht Wurzel gefasst hatten, wenn die Denk-art der Nordländer, in der von Natur keine schöneBilder schw.'bNn, sie nicht begünstigt und dasSchauderhaft - Gräßliche dem Wohlgeordneten vorge-zogcn hatte.

Zn unierm plebejen Todcsbilde sind zwei ein-