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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aussätze.

Zuerst. Beiden Jünglingen ist der Schlafeigentlich der Hauptbegriff: denn da die ganze Vor-stellung aus einer Allegorie beruht, so muß er sei-nem Bruder Bedeutung geben. Vom Tode nämlichkann dieser zweite Genius durchaus keine Attributehaben, weil er seine Idee verdrängen soll; er mußsie allo vom ersten borgen d. i. sich in dessen Be-griff verlieren.

Allenthalben auf Denkmälern ist daher kein Tod,sondern der Schlaf bezeichnet, sowohl durch Ueber-schrist a) als Symbole; er allein drückt eigentlich dieganze Idee aus, die ausgedrückt werden scll, so daßsein, Bruder nur der Symmetrie wegen dasteht. Oft-mals hat auch diese ihn nicht herbcischaffen mögenund statt seiner steht die Parze, vielleicht gar dieVerstorbene selbst da». Sie ist verschleiert, hält inder einen Hemd die Schale des Todes, aus der siegetrunken hat, die andre Hand liegt ans ihrem Haupt,das gewöhnliche Zeichen der Ruhe bei den Alten,Oesters ist der Tobte selbst ruhend vorgestellt, mitdiesen Genien oder ohne dieselbe o); welches allesEinerlei saget.

Zweitens. Wenn also der zweite Genius nurvon dem Ersten seine Bedeutung nimmt und sich,

»s Lessrngs erste Tafel x, 26, Winkelmanns Alle,gorse S. 76, Lalliiuacli, es. Lrnesti, Vol, 2,N- S-ß.

d) Lessings zweite Tafel x. 2g,c) 601-ij inscr. M. II!. iab, 17. D. I. Jgh., i3g«Üoiüssrci. tül>. go. etc.