II. Antiquarische Aufsatze. 439
gleichsam in die Allegorie seines Namens verliert:so haben wir, wenn nur Einer derselben erscheint,keine Ursache ihn für etwas anders als den Schlafzu halten. So ist z. B. der Genius vor LessinqsAbhandlung a) mit dem Aschenkruge im Arm undmit der herabgcsenkten Fackel der Schlaf, ob er gleichhier den Todcsschlaf bedeutet. Daß cS der heranna-hende Tod nicht seyn könne, zeigt der Schmetterling,der an der Erde kriecht und der Aschcnkrug selbst:Seele und Körper sind schon getrennt und der Schlafhalt den Ucberrest des letzten in seinen Armen. Auchdie Stellung des Genius zeigt kaum etwas mehr,als jene schwachen Füße, die dem Schlaf gewöhnlichzugeschrieben wurden b), die er also theils damit die
-r) S. 1.
st) Allenthalben wo die zwei Genien ohne Berschran-kung der Füße stehn, ist die schwache Gestalt die-ser Glieder kenntlich: s. llasseri ll.ua. Ist sm.rast. stg. Z2. (llrutar. inscr. p. gsth. 1087. stlloiir-llaucon comp. Leinler. rast. izi. llig. I. tal>.1Z2. llig. I. Lellori Lcpulci-. llig. Za. Oder lh-Fre üße sind verdeckt: lVlontkaucon. rast. izo.llig. st. Oder sie sitzen, liegen, schweben, llastrettiiuscr. p. 27Z. lVIoutkauc. rast. izo. 8. rast.
1Z2. llig. 4. Auch stehend sind sie immer gestützt,es sey nun aus die Fackel, oder an das Todten-haus oder auf ein anders Jnsigne; kurz die iu-cerri peäcs somni sind allenthalben kenntlich.Auch ist ihr Ursprung nicht dunkel. Denn daschon auf dem Kasten des Kypselus im ältestenSryl der Kunst die beiden Knaben also gebildetwaren: so muß dieses Symbol aus der ältesten