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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aussätze.

Oder es sollen die nähern, oft gewaltsamenund allezeit bittcrn Veranlassungen des To-des angezeigt werden und da sagten sieIch will sie die Todesbotcn, die ereilenden tödtlichenVerhängnisse nennen, ob ihr Name gleich oft biszum Begriff des Schicksals der Sterblichkeit selbsterhöhet wurde.

Oder der Tod kann den Abschied bedeuten,von dem was uns im Leben lieb war, das Ent-weichen in eine andre Welt, in eine dunkle, unsunbekannte Gegend; da war es ihnen also der Raubdes Orkus, der Hingang zum Reich des Unsichtba-ren und was sie weiter für Bilder hatten.

Endlich kann Tod den Zustand des Tob-ten, die Ruhe des entseelten Leichnams anzeigen;und da, nur da war er des Schlafes Bruder. Wirwollen diese Vorstellungsarken durchgehen und bemer-ken, wiefern die Kunst an ihnen Theil genommenhabe.

r. Das hohe nothwendige Gesetz zu sterben,war, personificirt, die Göttin des Schicksalsxarcm, katnrn., katus-) sic war der Hauptbegriffder Alten, wenn sie an den Tod dachten und michdünkt, der philosophisch - würdigste Begriff, denMenschen sich über eine Bestimmung, die ihremWillen so widrig und ihrer Natur doch gemäß ist,machen mögen. Seitdem dieser Begriff des hohenverhängenden Schicksals aus dem Gemüth der Men-schen vertilgt ist, schleicht ihre Seele mit Blickenkleiner Vorsichtigkeit und mit Aengsten einer niedri-gen Duldung einher. Um einige Tage mehr zu le-ben, leben wir oft gar nicht, indem wir weder dem