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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsätze. 425

ihrer Stelle; so schon als wäre sic von einem Gra-besdenkmal selbst genommen. Nur dann tritt derTod als Bruder des Schlafs auf, wenn der ent-seelte Körper schlummernd zu seiner Ruhestätte ge-bracht wird.

Wie hier so ist allenthalben mit seinen wenigenallegorischen Gestalten Homer der weiseste Dichter.Sie erscheinen nur selten, kurz, unbestimmt undgleichsam im Nebel verschwindend; indcß seine Göt-ter-und Heldengestalten mit dem bestimmtesten Da-seyn durch alle Gesänge hin leben und wirken. Jeneerscheinen meistens nur in Gleichnissen, in Ueber-gangen, in Reden; vorüberfliegende Kinder der Phan-tasie und der Sprache.

Vierter Brief.

Wie schön ist es, um eine fein - und wohlbe-stimmte Sprache! Begriffe, die in einer dunkelnMundart verwirrt wurden und erst durch lange Er-örterungen aus einander gesetzt werden müssen, prä-gen sich in jener auch dem gemeinen Verstände durcheigne Worte rein und klar ein. In hundert Fällenverbält sichs so mit der griechischen Sprache und auchhier bei dem Begriff des Todes.

Entweder drückt dieser das harte nothwendigeSchicksal zu sterben aus und da sagten dieGriechen Schicksal s/ueeL«).