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II. Antiquarische Aufsätze.
Keine andre aber als allegorische Brüderund der weise Homer ists, der uns aus diese Ein-schränkung selbst führet. Welche Reihe von Men-schen stirbt in seinen Gedichten, die alle eine Beutedes Todes, ein Raub des Schicksals und der Ver-hängnisse werten. Diese schreckliche Gottheiten er-eilen ihre Beute, mit schweren Händen fallen sieauf dieselbe und gießen um die Augen der Menschendie schwarze Wolke; nirgend aber erscheint in diesenAugenblicken der Bruder des Schlafs, weil seineAllegorie hier nicht hingehörte. Erinnys und derTod wüthcn durch die Glieder der Schlachtordnung;wo kein Jüngling mit der umgekehrten Fackel er-scheint. Als aber Sarpedon gefallen ist; lange liegter todt da, wird blutig umhergezogcn und als einentseelter Körper seiner Waffen beraubet; da, nurda spricht der mitleidige Zevs zu Phöbus: „er solleseinen Tobten aufnehmen, ihn waschen und mitAmbrosia salben, mit himmlischen Kleidern ihn an-ziehn und ihn sodann den Zwillingsbrüdern, demSchlaf und dem Tode, zur Hcimführung in seinVaterland übergeben." Hier steht die Allegorie an
der Nacht den Tod und nicht den Schlaf vorge-steller habe; wenn man aber die BeschreibungHcsiods und andrer Dichter von beiden liefet unddazu nimmt, daß das Kunstwerk aus jenen altenZeiten gewesen scy, wo man jede Bedeutungstrenge, oft fürchterlich ausdrückte: so ist daranwobt kein Zweifel. Bei allen Dichtern ist derSchlaf der sanfte Genius, dagegen der Tod derfürchterliche Genius genannt wird.