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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsätze.

Nicht völlig aber also mit den allcq'orisch e,'nWesen, den Geschöpfen der Einbildungskraft derDichter und Künstler. Beide, der Künstler undDichter Kaden mit diesen viel mehr Freiheit, sie zustellen und zu verwandeln, nachdem es die Handlundes Gedichts oder der Ort und Zweck des Kunst-Werks federt. Was z. B. haben Dichter und Künst-ler aus Amor und dem ganzen Heer seiner Brüdergemacht! in welche Gestalten und Spiele dieselbengesetzt! welche Genealogien von ihnen gedichtet! Un-glücklich aber wäre der mythologische Kunst-Erklärer,wenn er jeden dieser Widersprüche zu einer bestimm-ten historischen Wahrheit Vereinigen müßte! Aus Ue-bersprüngen dieser Art ist das ungeheure Gewirr vonvereinigenden Hypothesen und Deutungen entstanden,das unsre Mythologie«! und Ikonologiecn beschweret.Man heftete eine dogmatische Gewißheit an Geschö-pfe, die solche nicht halten und haben wollten.

Also wollen wir auch die beiden Genien, vondenen wir reden , als Genien ansehn und uns hüten,ihnen eine festere Gestalt zu geben, als sie ihrerNatur nach haben mögen.

Allen Völkern war die Aehnlichkcit zwischeneinem Lobten und Schlafenden vor Augen; allenVölkern war cs daber auch ein beruhigender Gedanke,den Zustand des Lobten als einen Schlaf zu be-trachten.

Träume brachten den Menschen wahrscheinlichzuerst darauf, daß er eine Seele habe, die auchohne Körper wirke: denn wachend fühlte der sinnlicheMensch sich nur als Ein lebendiges Ganze und