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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische 'Aufsätze. 421

der Anwendung, die er ihnen giebt, manche Ein-schränkung.

Sobald in eine Allegorie Handlung kommtund das Symbol solche ausdrücken mag, können auchGegensätze dadurch ausgedrückt werden, wie dasIlmkehrcn oder Auslöschen der Fackel, die Entspan-nung des Bogens, das Zerbrechen der Pfeile Amors,die er oft selbst zerbricht, das Beschneiden feinerFittige und andre Symbole beweisen.

Auch kann die mythologische MeynnngdaßGötter und Genien sich vom Leichnam eines Tobtenentfernen," kein Gesetz der bildenden Kunst werden,weil sonst zuletzt gar keine Götter und Genien aufGrabmälern erscheinen dürften.

Vielmehr, dünkt mich, folge aus allen diesenJnductionen eine sowohl für die mythologische alsKunst - Deutung nützliche Bemerkung; nämlich:mythologische Götter und allegorischeWesen, d e rg l e i ch e n d i e se G e n i e n sind,nichtvöllig für Eins zu nehmen:" dennsie sind, wenn ich so sagen darf, der Art ihrerBestandheit nach verschieden.

Die mythologischen Gottheiten sindfestbestimmte, gegebne Personen; in Zuständen undHandlungen können sie mit ihren Attributen Abän-derung leiden, ihr Wesen aber bleibt. Jupiter istJupiter; er möge der freundliche oder zornige heißen:Venus ist Venus, sie möge in einer Gestalt er-scheinen , in der sie wolle. Ein Gleiches ists mitden Halbgöttern und den Personen der historischenFabel.