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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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415
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II. Antiquarische Aufsatze. 416

er eigentlich nie die Gottheit des Todes habebedeuten wollen? Fürchten Sic nichts. Ich werdeIhnen das liebliche Bild nicht zerstören, sondern esnur an seinen Ort stellen. Ich werde dem verdientenTobten, der dies schrieb, kein Blatt von seinem blü-henden Kranz rauben ; vielmehr würde ich mich freu-en, wenn ich einige Blumen desselben besser ordnenund sie mit einigen andern vergesellschaften könnte,auf welche mich seine schöne Vorarbeit brachte.

Zweiter Brief.

Wenn ich Ihnen einen Griechen zeigte, dereben auch in einem Kunstwerk den Jüngling mit derFackel, fast auf eben die Weise vorgestellt, ganz an-ders genannt, ganz anders charakterisirt hatte? Phi-lostrat ist der Grieche und das Kunstwerk, dasichmeyne, ist fein zweites Gemählde*). Aus ihm ste-hetein Jüngling, weich gebildet, ein Kranz von Ro-sen ist auf seinem Haupt, auf denen noch Lhau zustehen scheinet. Sein Haupt ist auf die Brust ge-neigt, der linke Fuß über den rechten geschlagen; ernimmt die Fackel in die linke, stützt sie auf das Vor-gesetzte Knie, so daß durch ihr Herabsinken sein Kör-per außer dem Gesicht, das in Schatten gebüllt ist,schön beleuchtet wird. Das übrige ganze Gemähldeist im Schatten; eine Nachtscene, die nur von eini-

*) kbilostrati opz>, p, 76Z» 66. eäit, Oleur,