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II. Antiquarische Aufsätze.
gehen meistens sauste Minuten oder gar Helle undheitere Visionen und Abschiede voraus: die Flügeldes Todes rauschen naher, und je naher, desto sanf-ter wird ihr Sausen, bis sie uns überschatten undder blasse Schleier auf uns sinkt, der von lebendi-gen Händen kaum mehr berührt werden sollte. Hei-liger Kreis ist um einen Entschlasnen; das sagt seinruhiges Gesicht: das sagt seine heitere Todtmqe-
bcrde. Auch Gcsichtszüge, welche die Leidenschaftlange verzerrt hatte, werden von der Hand des To-des geebnet; so daß in wenigen Minuten mancherEntschlafne schöner ist, als er je in seinem Lebengewesen.
Kein Schreckgespenst also ist unser letzte Freund;sondern ein Endiger des Lebens, der schöne Jüng-ling, der die Fackel auslöschet und dem wogendenMeer Ruhe gebietet. Was darauf folgt, sittd Fol-gen des Todes, die zu ihm selbst nicht gehören. DasGeripp im Grabe ist so wenig der Tod, als meinfühlendes Ich dies Geripp ist; es ist die abgeworfe-ne zerstörte Maske, die nichts mehr fühlet und mitder auch wir eigentlich nicht mehr fühlen sollten jdenn es ist doch nur Wahn, daß es dem Todtcnjm Grabe so einsam, so dunkel, so kalt und wehesey, wenn Würmer an ihm nagen-
Doch wo qerathe ich hin und vergesse, daß ichüber eine antiquarische Abhandlung schreibe ! Wieaber, m. Fr. wenn ich gegen diese schöne Abband-lung einige Einwendungen machen müßte? wenn esnicht so ganz richtig bliebe, daß der Tod den Altennur dieser schöne Jüngling mit der umgekehrten Fa-ckel gewesen wäre? wenn es zu beweisen stünde, daß