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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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411
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II. Antiquarische Aufsätze. fr >-

und da ich in einem Provinzialblatt den ersten Ent-wurf dessen bekannt machte, was jetzt in diesenBriefen ausführlicher verkommt, war Lessing inItalien.

Warum ich jetzt, nach seinem Tode, diesen Auf-satz berichtigt und vermehrt, herausgebe?" dies ge-schieht aus einer sehr reinen Absicht- Lessing hat sei-ne Manier und wenn bei irgend Einer seiner Unter-suchungen diese Manier kenntlich wird, ists bei derkurzen, genialischen Abhandlung vom Tode. SeinScharfsinn durchschncidct; er durchschncidet meisten-thcils glücklich; cs kann aber nicht fehlen, daß nichtzu beiden Seiten manches unbemerkt bleibe, woraufsein gerade durchdringender Blick nicht siel. Solldieses nun von andern nicht bemerkt werden? sollund muß jeder den Weg gehen, den Er ging,, ohneeinen Blick zur Rechten oder zur Linken? KeinesMenschen Denkart war dies weniger, als Lessings.Er haßte das Nachtreten auf seinen Fersen, wie erselbst Niemanden nachtrat und die unglücklichen Ver-suche, die man gar in seiner Manier machte,waren ihm in der Seele zuwider. Je einen eige-ner» Gesichtspunkt sein Gegner nahm, desto lieberwar ihm dieser: denn nur durch das vielseitige Be-trachten Eines und desselben Gegenstandes wird dieWahrbeit gefordert. Ich werde mich also nicht hin-dern lassen, über mehrere Arbeiten meine zerstreu-ten Anmerkungen zu sammlen, wie ichs über diesegetban babe; ich wüßte kein besseres Opfer, das ichdem edlen Schatten bringen könnte.