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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsätze.

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welcher uns auch der schwächste Strahl der Auroraeines andern Lebens wohlthut. Hören Sie, wie die-se Briefe entstanden.

Wenn über Einen Punkt des Altcrthums unsDcnkmahle zur Belehrung übrig geblieben sind, soists über die Materie des Todes. Tempel und Bild-säulen wurden als Werkzeuge der Abgötterei zerstö-ret; aber Grabmäbler, Urnen, Sarkopbage blieben.Theils blieben j ne über der Erde, weil ein Restder Menschlichkeit oder der erdichtete Name eines Hei-ligen sie schützte; theils hatte diese die all-ausneh-mende Mutter Erde dem zerstörenden Blick der Bar-baren verborgen. Wenn also über irgend einen strei-tigen Punkt der alten Kunstgcschichte Gewißheit er-wartet werden kann, so ists über diesen.

Und diese Gewißbeit beut sich uns sehr ange-nehm dar. Wer ist, der nicht bei den Grabmählcrnder Etrusker und Römer (denn von den Griechenist uns so gut als nichts übrig) mit der ruhigen,stillen Aufmerksamkeit verweile, die .selbst einen Vor-geschmack des betäubenden letzten Schlummers >mitsich führet? Mir wenigstens waren diese Monu-mente des allgemeine» Schicksals in ihrer schönenEinfalt, in ihrer friedlichen Größe schon in jungenJahren sehr angenehm und ich blätterte gern in denSammlungen, die sie beschreiben.-

Als Lessings Abhandlung erschien: wie dieAltenden Tod gebildet, frcucte sic mich,nicht nur durch das, was sie gab, sondern auch durchdie Erinnerungen, die sie in mir weckte. Nicht lan-ge darauf lernte ich ihn persönlich kennen; unser Ge-spräch siel aber nicht auf Materien dieses Inhalts,