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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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17. Antiquarische Aussatze.

Konnte dann Faleonck Winkelmanns Ge-schichte der Kunst, Leßings Laokoon schreiben? Sowenig als diese sein Pferd giessen konnten. In sei-nen Bemerkungen über Mark-Aurels Roß und an-dre Kunstgegcnständc ist Falconct Kunstrichtcr,nicht Künstler. Wess Standes und Geschäfts, alsSchriftsteller sind alle Einer Pflicht verhaftet, nichtunverständig oder unwissend zu seyn; zu verstehn,was sic schreiben.

Mit dem Vergnügen, vollends mit der Begei-sterung, die wissentlich oder unbewußt einen Kunst-richter gefälliger Künste begleitet, hat cs eineeigne Bewandniß, die der Beinameschone, ge-fallende Künste" schon anzeigt. Eine nicht-ge-fallende Schönheit ist uninteressant; und was nichtgefällt, da cs gefallen sollte und wollte, ermüdet.Also läßt sich von Urthcilcn dieser Art eine Beimi-schung von Lust oder Unlust kaum trennen; weitentfernt aber, daß diese das Urtheil selbst bestechenoder verderben müßte. Sie sind der Lebenshauch.,der anzcigt, daß das Urtheil von einem Empfinde ir-den kam, so wie cs Empfindende auch ergreift undin ihnen forwirket. Ucber Sachen des Gefühls unddes Geschmacks lesen wir lieber Urtheilc, die denUrtheilcndcn selbst als einen Mann von Geschmackund Gefühl bewähren, so wie ein eiskalter Demon-strator bei ihnen uns eben so bald zur Last wird,als ein süßlicher Schönheitmäcklcr. Von jeder Sei-te ist das Zuviel vom Uebel.

In der Jugend sehen wir Alkes mit Lust oderUnlust an und zeichnen bei unfern Urthcilcn dieseMit - Empfindung aus ; im Alter minder. Jene