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Vorrede.
Denken aufopfcrt oder unterlaßt, oder wenn manals Commentator glaubt, durch bloße Kritik, oderdurch Spracherlauterung allein, oder durch zusam-mengetragene Parallelstcllen, Alles geleistet zu bä-hen, oder wenn man Alles für alle leisten will;wenn man sich cinbildct, die Alten seycn nur dazuauf uns gekommen, daß wir Noten dazu machenund Vcrbcsserungsconjectnren ersinnen solle», Ohnegelehrte Sorachkcnntniß und Kritik können wir frei-lich zu keinem richtigen und völligen Verstehen derClaffiker gelangen; aber richtig Verstehen bglmtnur erst den Weg, 'aus ihnen zu lernen, sie zunutzen und das daraus Begriffne zu bestimmtenZwecken anzuwenden; alles Vorhergehende war mirMittel zum Zweck. Und nunmehr kann auch nichtsverdammlichcs darin scyn, wenn ein Commentatorüber das Einzelne oder Ganze, historische, literarischeForschungen anstelle; woher nahm der Dichter denStoff des Ganzen oder des Einzelnen : wenn manAnmerkungen beibringt, welche Licht oder Vergnü-gen verbreiten und vergrößern ? Wen» der Aus-druck und das Colorit des Gedankens lehrt, daßHoraz einen Griechen vor Augen gehabt hat: soll-te man die Stelle, das Fragment, nicht aufsuchen,nicht vergleichen? den feinen Gebrauch, die glücklicheWendung nicht zeigen? Nur ist eine gute äußer-liche Einrichtung nöthig, daß alles von einandergesondert, aber nicht unter dem Text unter einan-der geworfen wird.